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Vanlife // Im Blindflug ins Ausbauabenteuer

lomonautin · April 09, 2018 · Blog, Uncategorized, Vanlife · 0 comments

oder auch: „Einfach mal loslegen!“

 

              

 

Im Juni letzten Jahres durfte ich den Transit endlich mein Eigen nennen. Plätzlich stand er da, vor der Haustür meiner Eltern. Meine Motivation die Sache anzugehen war riesig und ich sprudelte nur so vor Ideen und irgendwie konnte ich es kaum erwarten, endlich loszulegen. Gedanklich war das Ding schon fertig und ich Abfahrbereit mit gepacktem Rucksack. Das ein Vanausbau vor allen Dingen Geduld und eine gewisse Frustrationstoleranz erfordert, dass wurde mir erst mit der Zeit bewusst.

Im Juni und Juli hatte ich mir extra für den Ausbau jeweils eine Woche Urlaub genommen. Ich wollte richtig was schaffen und habe dafür gerne 2 Wochen Urlaub verpuffen lassen. Das mein heiliger Urlaub wortwörtlich verpuffte und in dieser Zeit in Sachen Ausbau so gut wie nichts läuft, konnte ich ja nicht ahnen…

 

Verpuffung Nummer 1

Direkt nach dem Orange Blossom Festival quatierte ich mich eine Woche bei meinen Eltern ein, mit dem festen Vorhaben, den Wagen zu vermessen und wenigstens die abscheuliche Plastikbomber-Verkleidung herauszureißen. Zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht klar, dass mein Transit erstmal ein paar Nächte in der Werkstatt und beim Lackierer verbringen würde. Es gab einige Roststellen, die beseitigt werden mussten… Für mich hieß das, warten und keine Möglichkeit, meinen Tatendrang zu befriedigen.

Ein Wochenende später landete ich erneut in der Heimat. Ungeplant, inklusive einer gebrochenen Schulter. Also quasi „außer Gefecht gesetzt“. Aber immerhin haben wir es geschafft, die grausige Beklebung zu entfernen. die grausige Beklebung zu entfernen.   

 

 

 

 

Kleiner Exkurs: Wie entferne ich am besten die Beklebung an meinem Van?

Das ganze ist recht einfach, allerdings eine ziemliche „Fuckelarbeit“. Der Profi würde zum Heißluftföhn greifen, aber sein wir mal ehrlich, der normale Haartrockner tut es auch… Jedenfalls bekommt ihr die Beklebung ganz gut ab, wenn ihr die jeweilige Stelle erwärmt und dann an einer Ecke damit beginnt, den Aufkleber „abzuknibbeln“. Der Anfang ist das mühseligste dabei. Bitte tut euch selbst und eurem Auto einen Gefallen und nutzt eure Fingernägel dafür. Cuttermesser und ähnliche Gegenstände können eurem Lack schaden!

Um große Stücke der Beklebung auf einmal zu entfernen, müsst ihr ein wenig herumexperimentieren. Nicht jede Folie klebt gleich gut/schlecht. Versucht einfach ein wenig mit dem Erwärmen der Beklebung, der Abziehgeschwindigkeit und dem Abziehwinkel zu spielen.

Es kommt vor, dass auf dem Lack Reste des Klebers haften bleiben. Diese Reste habe ich ganz gut mit einer Spraydose „Aufkleber-Entferner“ beseitigen können. Einfach die Stelle besprühen, kurz einwirken lassen und mit einem alten Lappen oder Handtuch wegpolieren.

 

 

Verpuffung Nummer 2

Anfang Juli dann der nächste Versuch. Dieses mal sollte die Plastikverkleidung dran glauben. Bewaffnet mit Stemmeisen, Fräse und allerlei Werkzeug mit „Zerstörungspotential“, waren wir recht Siegessicher. Wir hatten die Rechnung allerdings nicht mit derart dickem Kunststoff und Sikaflex (dem Kleber, mit dem unter anderem auch die Solarmodule auf dem Autodach montiert werden), gemacht. Der Kampf endete 1 : 0 für das Auto. Es ist ja nicht so, dass alle Leute, die den Wagen zuvor gesehen haben, uns nicht gewarnt hätten. Die Sprüche klingen mir noch in den Ohren: „Die Drecksarbeit möchte ich nicht machen wollen!“ oder „Viel Spaß, dass ist nahezu unmöglich, die Verkleidung rauszubekommen!“

Kleiner Tipp am Rande: Versucht niemals Kunststoff mit einer Fräse zu zerlegen. Der Kunststoff schmilzt und ich würde mal behaupten, dass die dadurch verursachten Dämpfe tödlich für die Lunge sind.

   

 

Ich musste dann einsehen, dass das für uns so nicht machbar ist. Also mussten dann doch die Profis ran. Der Azubi der Werkstatt des Vertrauens hat 3 Tage auf Hochtouren gearbeitet. Das Ergebnis? Die Wand auf der Fahrerseite ist ohne Verkleidung und die Trennwand hat er auch herausgenommen. Ich sag euch, der Anblick ist um Weiten besser! Dennoch haben wir uns dazu entschieden, die Verkleidung an der Decke und auf der anderen Seite einfach dran zu lassen und den Schrank davor zu setzen.

 

   

 

 

Ein Schritt nach dem anderen…

Wie ihr wohl schon merkt, der Ausbau geht bei mir nur sehr schleppend voran. Das liegt einerseits daran, dass ich mich dazu entschieden habe, den Van für die Zeit des Ausbaus, bei meinen Eltern stehen zu lassen, was dazu führt, dass ich nur gelegentlich an meinen freien Wochenenden daran arbeiten kann. Andererseits liegt es aber auch daran, dass ich das Projekt quasi mit keinerlei Vorkenntnissen angegangen bin. Mein Vater ist zwar fit, was Holzarbeiten anbelangt, aber alles Andere ist auch Neuland für ihn. Ich denke mir in so manchen Momenten, wenn der Aufbau schon so abenteuerlich ist, wie unvergesslich werden dann wohl erst die Reisen mit dem guten Ding…

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